NC Forschungsplattform

Forschungsplattform Nuclear Condition(s)

Politics & History, Technology, Philosophy

Das Nuclear Condition(s)-Netzwerk untersucht das Zusammenwirken von Technik, Politik und Gesellschaft in nuklearen Sicherheitskulturen, die eine internationale Forschergruppe auf der IANUS-Plattform zusammenführt.

  • Forschungsfragen fokussieren weniger die geopolitisch strategischen Gesichtspunkte, als vielmehr die Aspekte eines adäquaten technischen Managements der Nukleartechnik.
  • Dazu zählt die zunehmende Berücksichtigung security-relevanter Aspekte. Ingenieuren obliegt daher eine besondere Verantwortung.
  • Im Gegensatz zur Situation in der Nachkriegszeit und des Kalten Krieges, wird in der gegenwärtigen Nuclear Condition(s)-Plattform das Verhältnis von Frieden und Sicherheit (im Sinne von Safety als materialer, technischer Sicherheit und Security als subjektbezogener Sicherheit) neu definiert.
  • Damit geht einher, dass der Besitz nuklearer Materialien und das technische Know-How im zivilen Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das zeigt sich in Abrüstungs- und Nicht-Verbreitungs-Diskursen: Staaten, die Material und Wissen besitzen, gelten im Zeitalter der weaponless deterrence als so genannte latente Atommacht und sind damit sowohl „positiv/Teil der Lösung“ als auch „negativ/Teil des Problems“.
  • So gilt auch für Deutschland angesichts des Atomausstiegs, dass nicht weniger natur- und ingenieurswissenschaftliche Kompetenz gebraucht wird, sondern mehr Expertise von verantwortungsbewussten Ingenieuren und Physikern.
  • Das Arbeitsprogramm wird an der Schnittstelle von historischen, politischen (Sicherheit und Frieden, STS), natur- /ingenieurswissenschaftlichen Forschungsfeldern sowie der Technikphilosophie erörtert. Es stellt sich somit in die Tradition einer natur-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Friedensforschung, für die IANUS seit nun fast drei Jahrzehnten steht.

Die Gruppe

Die Zielsetzung und Arbeitsweise

Die Arbeitsfelder